Samstag, 1. April 2017

Die Vorbereitung

Im Folgenden möchte ich stichpunktartig auf jene Punkte eingehen, die mich im Vorfeld der Reise beschäftigt haben. Da ich nicht nur klein, sondern auch immer hungrig bin, trieb mich vorallem die Frage um, wo bekomme ich etwas zu Essen? Im Besonderen: Wie sehen die Möglichkeiten für eine Mittagsrast aus? Auf diese konkreten Möglichkeiten, gehe ich immer am Ende der Posts zu den einzelnen Etappen unter "Zusammenfassung" ein.

Der perfekte Reisezeitraum:  

Mitte April bis Mitte Mai! Alleine den perfekten Reisezeitraum zu ermitteln, hat Stunden und Tage gedauert. Ich wollte bei meiner ersten Fernwanderung nicht erfrieren, nicht von Mücken verspeist werden und auch nicht im strömenden Regen ertrinken (wobei dazu in Schottland die Chance wahrscheinlich nie gegen 0 geht). Der April ist laut diversen Klimadiagrammen einer der regenärmsten Monate, außerdem schlafen die Midges jetzt noch. Die Temperaturen betragen durchschnittlich 12°C. Achtung: Im März besteht die Gefahr, dass noch nicht alle Unterkünfte geöffnet haben. Mein Reisezeitraum (inklusive Städtetrips) war vom 2. - 16. April 2017, und die ersten 7 Tage hatte ich keinen Tropfen Regen! So kann's gehen.

Bücher / Kartenmaterial


Ich hatte auf meiner Wanderung dabei:

1. Taschenbuch: Conrad Stein Verlag. Schottland: West Highland Way. Das Taschenbuch ist recht klein, nimmt wenig Platz weg und eignet sich vorallem dazu, sich abends auf die nächste Etappe vorzubereiten. Anmerkung: Die Höhenmeterangaben sind meiner Meinung nach unstimmig.

2. Karte: Harvey Maps. West Highland Way XT40.

Der West Highland Way war durchgängig markiert, sodass eine Option ausreichend gewesen wäre.

Das Regencape:

NEIN! Wie auch ich vorher in zahlreichen Foren gelesen hatte, ist ein Regencape auf dem West Highland Way eher hinderlich. Das Teil flattert herum - bevorzugt vor dem Gesicht - und nervt einfach nur. Das wollte ich selbst herausfinden. Weil, eigentlich fand ich so ein Regencape ja eine tolle Sache. Alles schön eingepackt und sicher versteckt. Ich kaufte also für 40 Euro ein Regencape, zusätzlich zu einer ordentlichen Regenjacke...Ich persönlich hatte das Regencape nie an. Zwei Wanderinnen, die nach Kingshouse kurz vor mir mit Regencape starteten, zogen dieses 15 Minuten später wieder aus. Wer ordentliche Regenbekleidung hat, kann meiner Meinung nach auf ein Regencape verzichten, und spart so Geld, Platz und Gewicht.

Der Rucksack:

Meine Wahl fiel auf den Fjällräven Kaipak 38W. Dies war keine Vernunftsentscheidung, sondern Liebe! Denn mit 1600g ist er nicht der Leichteste. Mein Berater im Globetrotter hatte bedenken geäußert, ob diese Größe für mein Vorhaben reichen wird. Mir war allerdings schon beim Probetragen (mit Gewicht) klar, dass ich einen größeren Rucksack mit meinen 49kg gar nicht tragen könnte... Ich würde den Kaipak jederzeit wieder kaufen.

WLAN:

Keine Panik! Es gibt in den Unterkünften mitlerweile fast im ganzen Haus, mindestens aber z.B. in einem Gemeinschaftsraum, WLAN. 

Geld wechseln/abheben:

Aufgrund der Informationen auf folgendem Link * Geld welchseln *, habe ich beschlossen, nur bei der RBS Geld abzuheben. Einen Automaten der RBS gibt es am Anfang der Tour in Milngavie und in Fort William. Eine Wechselstube für die ersten paar Pfund gibt es direkt an der Gepäckausgabe im Flughafen Edingburgh (natürlich teuer).

Unterkünfte:

Der West Highland Way ist schon längst keine Geheimtipp mehr. Selbst Anfang April waren die Unterkünfte sehr gut belegt. Vorallem Kings House sollte vorab reserviert werden.






Stand: April 2017. Alle Angaben beziehen sich auf meine Erfahrungen. Jeder muss für seine Ausrüstung, Unterkunft, Verpflegung etc. selbst Sorge tragen. Angaben ohne Gewähr.

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